Von der Stange gefallen

5. Januar 2009

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 13:59

Im Laden haben wir eine Voliere. Mit ein paar Wellensichttichen und Kanarienvögeln. Eigentlich hab ichs nicht so mit dem Federvieh, aber in den Laden passen sie ganz gut – Vogelgezwitscher zwischen den Pflanzen passt schön ins Bild. Und irgendwie sind sie ja auch ganz niedlich, wenn sie so picken und flattern.

Seit einiger Zeit ist nun der eine Wellensittich krank. Der sieht merkwürdig aus und atmet schwer. Wir waren schon jeden morgen in Alarmbereitschaft – zum Tierarzt fahren oder ein Grab buddeln. Bisher saß er aber immer wieder auf seiner Stange und es sah nicht so aus als würde es ihm besser oder schlechter gehen.

Heute morgen lag dann ein toter Vogel auf dem Boden. Merkwürdig dadran ist: es ist nicht der Wellensittich gewesen, sondern einer von den Kanarienvögeln.

Nun rätseln wir was da wohl passiert sein könnte. Krank sah der Vogel nicht aus. Er hat gefressen, getrunken und war auch nicht sonderlich alt.

Meine Kollegin hat ihn dann aus dem Käfig geholt und auf unsere Arbeitsfläche gelegt. Ich habe eine kleine Kiste gesucht in der wir ihn beerdigen können. Und dann… nahm das Schicksal seinen Lauf.

Ich musste meine Kistensuche unterbrechen, weil eine Kundin mitsamt kleinem Kind im Anhang reinkam.
Ich habe sie bedient und angefangen ihren Strauß zu binden. Das kleine Mädchen ist in der Zwischenzeit auf Entdeckungstour durch den Laden gegangen.

“Mama, da ist ein Vogel!”
- “Ja mein Schatz, die haben hier ein paar in der Voliere. Die singen aber schön, nicht?”
“Nein Mama, da!”

Sprachs und zeigt auf den ziemlich verdrehten, steifen und vorallem toten Vogel der noch immer hinter der Theke liegt.

Hmpfhmpf. Den entsetzten Blicken der Mutter zufolge, wird sie nie wieder bei uns einkaufen.

Ruhe nach dem Sturm

Abgelegt unter: In Eigener Sache — sarah @ 00:22

Das Jahr könnte entspannt beginnen. Durch das letzte zog sich eine Welle von Krankheitsfällen, Klinikaufenthalten und ähnlichen unschönen Dingen mir nahestehender Menschen. Das letzte mal an Heiligabend. Eigentlich dachte ich, es könnte nur noch besser werden. So viel Unglück kann nicht dauerhaft sein.

Nunja. Ich habe mich geirrt. In den nächsten Tagen werde ich einen Grabschmuck fertigen und auf einer Beerdigung weilen.

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