
Das Grauen hat einen Namen…
Aber von vorne:
Nach einigen Startschwierigkeiten saß ich schließlich um Punkt 6 Uhr morgens im Bus und bin losgefahren. Vorhergesagt wurden so etwa 2,5-3 Stunden Fahrt bis wir in Essen ankommen. Geworden sind es dann Dank eines Staus 5,5 Stunden.
Die Messe an sich war gut. Es gab viel zu sehen, obwohl ich sie mir größer vorgestellt hatte. Im Vergleich zur Cebit war sie doch recht klein.
Vertreten waren diverse Großhändler für Floristikbedarf (Töpfe, Keramik, Deko…), sowie Gärtnereien die Pflanzen und Schnittblumen ausgestellt haben.

Interessant war auch der Ausstellungsraum der Meisterfloristen, die kunstvolle Sträuße hergestellt haben. Wobei “Sträuße” nicht im herkömmlichen Sinne gemeint ist. Es waren eher riesige Gebinde und Gestecke die man so nie verkaufen würde (weil sie unmengen an Geld kosten würden), die aber einfach beeindruckend aussahen. Ich persönlich hätte mir mehr Alltagsfloristik gewünscht, aber nunja. Hingefahren bin ich mit der Berufsschulklasse unserer Auszubildenen, die sich auf der Messe für die bevorstehende Abschlussprüfung vorbereiten sollten. Ideen sammeln, fotografieren usw.
Hier sei angemerkt, dass das mein erster und letzter Ausflug mit der besagten Schulklasse war. Obwohl die im Schnitt nur wenige Jahre jünger waren als ich, kam ich mir doch eher vor wie bei einem Ausflug der JVA für jugendliche Straftäter, gepaart mit Kindergartenallüren. Das hat mir den Ausflug dann doch ziemlich versaut und ich war froh, als wir wieder im Bus Richtung Heimat saßen.
Das Spiel von der Hinfahrt hat sich wiederholt – Stau, Baustelle, Unfall – 6 Stunden Busfahrt. 2,5 schon alleine um von Essen nach Bochum zu kommen.
Dementsprechen bin ich heute auch gelaunt. Nachdem ich verschlafen habe und dann meinen Kaffee großzügig im Auto über die Windschutzscheibe und das Amaturenbrett verteilt habe, will ich nur noch Feierabend haben und ins Bett.
