Beschwerde

7. Januar 2009

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 20:01

Das Telefon klingelt.

“Guten Tag, [xy] mein Name. Ich habe vorgestern einen großen Rosenstrauß bei ihnen gekauft.”
- “Ja, der rote, ich erinnere mich Herr [xy]“
“Jetzt will ich mich beschweren! Die sind schon kaputt!”
- “Wie, kaputt?”
“Gestern früh schon, da haben die die Köpfe hängen gelassen und die Blätter sind abgefallen. Meine Frau war traurig und ich bin stinkwütend! Das war ihr Gebrtstagsgeschenk”
- “Nun, haben sie…”
“Jetzt lassen sie mich mal ausprechen! Das gibts doch nicht! 40 Euro habe ich bezahlt und wollte SCHÖNE Rosen haben. Da kann ich doch erwarten dass…!”
- “Haben sie den Strauß sofort ins Wasser gestellt?”
“Natürlich, ich bin doch nicht blöd! Ich habe extra eine Vase im Auto gehabt, damit ich die da reinstellen kann.”
- “Wie, im Auto?”
“Ja sicher, im Auto. Meine Frau hatte ja erst gestern Geburtstag, da konnte ich den Strauß ja nicht schon mit Heim nehmen.”
- “Sie haben den Strauß die ganze Nacht in einer Vase im Auto stehen gelassen?!”
“Habe ich doch eben gesagt. Meine Frau hatte erst am nächsten Tag Geburtstag.”
- “Herr… wir hatten -10° nachts. Frost und Schnee. Das können Schnittblumen beim besten Willen nicht ab.”
“So? Das hätten sie mir sagen müssen!”

Darauf folgte eine Schimpftirade seinerseits und ich habe den Hörer an meine Chefin weitergegeben. Irgendwann bin ich mit meinem Latein am Ende. Und mit meiner Freundlichkeit noch eher.

Von der Stange gefallen

5. Januar 2009

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 13:59

Im Laden haben wir eine Voliere. Mit ein paar Wellensichttichen und Kanarienvögeln. Eigentlich hab ichs nicht so mit dem Federvieh, aber in den Laden passen sie ganz gut – Vogelgezwitscher zwischen den Pflanzen passt schön ins Bild. Und irgendwie sind sie ja auch ganz niedlich, wenn sie so picken und flattern.

Seit einiger Zeit ist nun der eine Wellensittich krank. Der sieht merkwürdig aus und atmet schwer. Wir waren schon jeden morgen in Alarmbereitschaft – zum Tierarzt fahren oder ein Grab buddeln. Bisher saß er aber immer wieder auf seiner Stange und es sah nicht so aus als würde es ihm besser oder schlechter gehen.

Heute morgen lag dann ein toter Vogel auf dem Boden. Merkwürdig dadran ist: es ist nicht der Wellensittich gewesen, sondern einer von den Kanarienvögeln.

Nun rätseln wir was da wohl passiert sein könnte. Krank sah der Vogel nicht aus. Er hat gefressen, getrunken und war auch nicht sonderlich alt.

Meine Kollegin hat ihn dann aus dem Käfig geholt und auf unsere Arbeitsfläche gelegt. Ich habe eine kleine Kiste gesucht in der wir ihn beerdigen können. Und dann… nahm das Schicksal seinen Lauf.

Ich musste meine Kistensuche unterbrechen, weil eine Kundin mitsamt kleinem Kind im Anhang reinkam.
Ich habe sie bedient und angefangen ihren Strauß zu binden. Das kleine Mädchen ist in der Zwischenzeit auf Entdeckungstour durch den Laden gegangen.

“Mama, da ist ein Vogel!”
- “Ja mein Schatz, die haben hier ein paar in der Voliere. Die singen aber schön, nicht?”
“Nein Mama, da!”

Sprachs und zeigt auf den ziemlich verdrehten, steifen und vorallem toten Vogel der noch immer hinter der Theke liegt.

Hmpfhmpf. Den entsetzten Blicken der Mutter zufolge, wird sie nie wieder bei uns einkaufen.

Ruhe nach dem Sturm

Abgelegt unter: In Eigener Sache — sarah @ 00:22

Das Jahr könnte entspannt beginnen. Durch das letzte zog sich eine Welle von Krankheitsfällen, Klinikaufenthalten und ähnlichen unschönen Dingen mir nahestehender Menschen. Das letzte mal an Heiligabend. Eigentlich dachte ich, es könnte nur noch besser werden. So viel Unglück kann nicht dauerhaft sein.

Nunja. Ich habe mich geirrt. In den nächsten Tagen werde ich einen Grabschmuck fertigen und auf einer Beerdigung weilen.

Testbeitrag

4. Januar 2009

Abgelegt unter: In Eigener Sache — sarah @ 22:16

Jaha. ER ist da. Und ich schreibe gerade von ihm. Eine Premiere sozusagen. Weltpremiere. Gabs noch nie.

Testbeitrag wird hiermit beendet.

Servicepauschale

2. Januar 2009

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 22:22

Ich hab heut Mist gebaut.
Fällt mir aber erst jetzt auf. Hm.

Ich habe einen Fleuropauftrag aufgenommen. Also eine Blumenbestellung eines Kunden, die er in eine andere Stadt schicken möchte. Dafür haben wir die tolle Feuropsoftware in die man die gewünschte Bestellung eingeben kann, einen Fleuroppartner in der jeweiligen Stadt aussucht, und an die wird dann der Auftrag geschickt. Die binden dann den Strauß und liefern ihn aus.

Soweit so gut.

Der ausführende Laden bekommt 6 Euro Lieferspesen. Und an Fleurop gehen 4 Euro Servicepauschale. Ein Fleuropauftrag kostet den Kunden also schonmal 10 Euro. Plus den Blumenstrauß.

Nun habe ich nicht nachgedacht. Der Kunde wollte 12 Euro ausgeben. Wenn man die ganzen Spesen abzieht, bleiben also nur noch 2 Euro für den Strauß – und das ist beim besten Willen nicht machbar.

Nun erwarte ich morgen den Anruf des ausgewählten Ladens. Denen muss das ja auch auffallen. Und wenn meine Chefin das dann mitbekommt, bin ich einen Kopp kürzer.

Narf.

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