Naked Day 2009

28. Februar 2009

Abgelegt unter: Aktionen — sarah @ 18:16

Am 9. April 2009 ist der nächste und vierte internationale CSS naked Day. Dieses mal mache ich auch mit – 24 Stunden nackig, ganz ohne Stylesheet. Wird vermutlich katastrophal – habe ich ja gerade das Design hier umgestellt und an einigem rumgemurkst. Andererseits kommts dann ja gerade richtig.

Auf auf… am 9.4. wird blank gezogen :dafuer:

Phantomkunden

26. Februar 2009

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 17:18

Momentan haben wir wenig “echte” Kunden. Dafür sehr viele Phantomkunden. Das sind Bestellungen von Firmen, die morgens ihren Fahrer vorbeischicken, der grummelig guckend die Waren abholen. Oder die Autohäuser, die sich die Sträuße die ich ihnen liefere, nicht mal richtig ansehen. Oder das Altenheim, bei denen ich die Sträuße mit einem Namenszettel versehen nur auf dem Tresen ablegen soll.

Spaß macht das so nicht. Viel schöner ist es, wenn Kunden in den Laden kommen und wirklich etwas suchen. Meistens ältere Damen, die sich dann lange umsehen und freundlich lächelnd erklären sie suchen etwas für einen Geburtstag oder als kleines Präsent. Sie wüssten nicht so genau was – ob ich eine Idee hätte?

Sicher habe ich – und wir begeben uns auf Entdeckungstour. Da werden Pflanzen ausgesucht, in Übertöpfe gestellt, verglichen, gemacht, getan. Schön dekoriert und verpackt.

Schön ist es, wennn man sieht wie sich die Kundin freut. Und sich bedankt. Ein Tringeld gibt und der Chefin beim rausgehen noch erklärt, wie nett die “neue” Mitarbeiterin doch ist.
Da halte ich dann doch gerne noch die Tür auf… :D

Pesos, Euros…

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 16:26

Eine ältere Kundin steht im Laden und fragt nach internationalen Fleuropgutscheinen. Hamma da. Die sind wie normale Gutscheine, nur halt international. Anstelle von 10 Euro, steht 10 Fleurin drauf. Fleurin ist die Fleuropwährung – 1:1 mit dem Euro. Länder mit anderweitiger Währung können dann ganz einfach die Fleurin in ihr eigenes Geld umrechnen und dem Kunden den Gutschein einlösen.

Nun wollte die Kundin den Gutschein an eine Freundin in Chile schicken. Ich frage sie, in welchem Wert sie ihn denn ausgestellt haben möchte.

“Oh das weiß ich nicht so recht. Ich war ja schon bei der Bank, aber die konnten mir auch nicht so richtig helfen…”
- “Nun also… wir haben Gutscheine im Wert von 10, 20 und 50 Euro. Die können wir natürlich auch kombinieren – für 30 Euro nehmen wir dann einfach einen 10er und einen 20er.”
“Euro? Nee, dann geht das nicht.”
- “Doch doch… sie bezahlen hier bei mir in Euro und der Gutschein ist in Fleurin ausgestellt. Das ist die internationale Fleuropwährung und jedes Land kann ihn dann entsprechend umrechnen und einlösen.”
“Also wenn ich da so einen mit 20 nehme… sind das dann 20 Pesos?”
- “Nein, 20 Euro bzw Fleurin. Das rechnet das Blumengeschäft in Chile dann um. Da müssen wir gar nich….”
“Also die bei der Bank hat mir ja schon gesagt wie man das umrechnet. Aber ich weiß nicht mehr wie das war…”
- “Das ist hier für uns auch nicht wichtig. Sie bezahlen hier in Euro und ihre Freundin bekommt dann den entsprechenden Wert in Chile umgrechnet.”
“Hmm…”
- “Also ich stelle Ihnen nun einen Gutschein im Werte von 20 Euro aus?”
“Also hmm… und was sind 20 Euro in Pesos? Das muss ich ja wissen…”
- “Das kann ich Ihnen so nicht sagen. Ist für uns hier auch nicht wichtig – ich verspreche Ihnen dass ihre Freundin den Gutschein problemlos einlösen kann.”
“Also 20 Euro… hmm… und wenn da nun eine krumme Summe bei rauskommt? Ich müsste schon wissen wieviel das in Pesos ist…”

Auch wenn es unnötig ist – die Kundin möchte den Umrechnungskurs wissen. Also eile ich zum Computer und bemühe einen Währungsrechner. 20 Euro sind also 15.225,59 Pesos. Wieder was gelernt.

“So. 20 Euro wären dann rund 15 Pesos.”
- “Ah gut dass sie das noch nachgeschaut haben!”
“Aber gerne doch.”
- “Dann bekommen sie nun 15 Euro von mir?”
“Nein… 20 Euro. Ihre Freundin bekommt dann Blumen im Wert von 15 Pesos.”
- “Ah, nun hab ichs verstanden, vielen Dank!”

Ich stelle ihr den Gutschein über 20 Euro aus. Unterschrift, Stempel, fertig. Sie nestelt in ihrer Tasche und bezahlt.

“Also als wir die DMark noch hatten, war das ja noch einfacher…”
“Hmja. Da haben sie Recht…” :skeptisch:

Abschied

25. Februar 2009

Abgelegt unter: Blumenkrieg, In Eigener Sache — sarah @ 20:19

Meine Kollegin verlässt uns am Freitag. Ich mag zwar (fast) alle meine Kollegen, aber sie ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen. Die einzige, der ich nicht regelmäßig den Kopf abreißen möchte und mit der ich auch mal privat einen Kaffee trinken war.

Nun geht sie. Einfach so. Ich bin schon fast traurig deswegen – auch wenn sie nicht aus der Welt ist. Das Arbeiten hat mit ihr einfach viel Spaß gemacht. Mal ganz davon abgesehen, dass sie in die Abläufe fest eingeplant war/ist. Ihr Gehen bedeutet für mich gleichzeitig doppelt so viel Arbeit, auch wenn sie nur eine Halbtagsstelle hatte.

Im folgendem Absatz befindet sich Sentimentalität:

Hach…

Schwarzes Loch

Abgelegt unter: Täglicher Wahnsinn — sarah @ 19:47

Ich komme meistens 10 Minuten zu früh zur Arbeit. Da der Schlüssel, der eigentlich mal für mich vorgesehen war, verschwunden ist und die Chefs chronisch zu spät kommen, verbummele ich die Zeit mit im Auto rumsitzen. Musik an, nach hinten gelehnt…

Wenn ich da so sitze, fallen mir meistens ganz tolle Sachen ein. Was ich so bloggen könnte, zb. Was ich nach Feierabend noch machen könnte. Gedanklich wasche ich die Wäsche, nähe die kaputte Tasche an meiner Jacke, räume meinen Schreibtisch auf, gehe ein paar Schuhe kaufen.

Komisch ist, dass ich – sobald ich Feierabend habe und zuhause bin – alles wieder vergessen habe. Was wollte ich noch bloggen? Da war doch noch was mit meiner Jacke… und kaufen wollte ich doch auch noch irgendwas…

Wenn ich dann so auf meinem Stuhl sitze, Musik läuft und ich mich zurücklehne – ist mein Kopf leer. Alles weg.

Irgendwas mach ich falsch.

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