EarthHour 2009 – its done

31. März 2009

Abgelegt unter: Aktionen — sarah @ 16:04

Bei mir/uns war um 20.45 Uhr am Samstag das Licht aus. Jaja. Ich weiß. War zu spät, weil ichs vergessen hatte. Dafür blieb das Licht dann aber auch für den restlichen Abend aus – nicht nur für eine Stunde.

Und wie sah es anderorts aus? So: EartHour Pictures (auf die Bilder klicken ums dunkel zu machen).

[Via Twitter]

Haircrime

Abgelegt unter: In Eigener Sache, Täglicher Wahnsinn — sarah @ 14:39

Wollt ihr mal was schreckliches sehen? Ja? Achtung, könnte Schäden anrichten.

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Conficker

30. März 2009

Abgelegt unter: Hardware, Software, Täglicher Wahnsinn — sarah @ 14:44

Am Samstag fand ich an meinem Arbeitsplatz den passenden Bildzeitungsartikel in ausgeschnittener Form und mit einem Post-it versehen an die Wand gepint vor.

Liebe Sarah, sind wir sicher? Können sie bitte einmal nachsehen ob unser Computer am 1. April kaputt gehen könnte? Vielen Dank.

Als meine Chefin mich etwas später nochmal darauf ansprach, versicherte ich ihr, dass uns nichts passieren wird. Wirklich nicht? Könnten sie vielleicht nochmal nachsehen?
Hm. Einmal wichtig guckend vor den Rechner gesetzt und entwarnung gegeben.
Dankeschön!
Ja, gerne doch.

Danke für den Fisch

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 08:46

Es passiert immer wieder. Täglich. In Millionen von Blumenläden. Die meistgehasste Frage für einen Floristen. Und wahrscheinlich auch die, auf die am häufigsten gelogen wird.

Eine Kundin betritt den Laden. Schaut sich die Schnittblumenvasen und dann die fertigen Sträuße an.

“So einen da hätt ich gern!” sie deutet auf einen hübschen kleinen Strauß.
Ich will ihn aus der Vase nehmen um ihn der Dame einzupacken.
“Halt! Den da doch nicht!”
- “Oh, den dahinter? Da hab ich mich versehen…”
“Blödsinn. Der war schon richtig. Aber ich will einen neuen. Der da ist doch nicht frisch.”
- “Doch, natürlich ist der frisch. Den haben wir gestern Abend vorbereitet.”
“Sehen Se? Gestern Abend. Ich will neue Blumen.”
- “Na, aber das sind die gleichen Blumen wie auch in den Vasen hier stehen – selbe Lieferung, genauso neu. Nachts stehen sowohl die Schnittblumen, als auch die Sträuße bei uns im Kühlraum, da passiert gar nichts mit.”
“Dann sind die Blumen hier auch gar nicht neu? Dann lassen se mal. Ich sehe mich noch woanders um. Wiedersehen.”

Da kann man reden wie man will. Die Kunden lassen sich einfach nicht davon überzeugen, dass ein Strauß tatsächlich mehr als einen Tag halten kann. Am liebsten hätten sie ihre Rosen von mir frisch aus dem Garten gepflückt.

Aber in der Realität sieht die Sache nunmal anders aus. Exoten oder besonders schöne Rosen wachsen nunmal nicht in Deutschland. Sie werden in Kenia oder Ecuador gezogen, geerntet, verpackt, hierher geflogen, landen in Aalsmeer/Holland, in der Versteigerung, beim Händler – und dann im besten Falle beim Floristen, der sie dann nach Deutschland in seinen Laden fährt. Oder aber bei einem zweiten Händler, der sie dann nach Hamburg/Bremen auf den Großmarkt transportiert und dann vom Floristen gekauft werden. Sowas geht nicht innerhalb von 5 Minuten und es führt gar kein Weg daran vorbei, dass die Blumen einige Tage unterwegs sind und zwischengelagert werden. Das ist überall so und der Kunde hat meistens gar keine Vorstellung davon, was da alles hinter den Kulissen abläuft.

Bei uns kommen die Blumen teilweise in Bottichen mit Wasser an, und teilweise trocken in Containern. Je nach Blumenart, macht ihnen das nichts aus. Ist die Lieferung angekommen, haben wir die große Rennerei. Trocken liegende Blumen werden aus der Verpackung genommen, einzeln angeschnitten und auf Wasser gestellt.
Die Bottiche werden überprüft und Wasser nachgefüllt. Ca 1/3 der Lieferung wird für den Kunden vorbereitet und in Vasen nach vorne in den Verkaufsraum gestellt. Der Rest kommt in den Kühlraum und wird dort gelagert – bis die Verkaufsware vorne nachgefüllt werden muss.

So kann es vorkommen, dass die Blumen 3-5 Tage bei uns “liegen”, bis sie alle verarbeitet sind. Klingt lange – ist es aber nicht. Bevor wir Vasen oder Sträuße nach vorne stellen oder verkaufen, schauen wir uns die Blumen genau an. Wir können genau sehen ob die Rosen anfangen fleckig zu werden oder die Tulpen matschig. Solche Waren werden von uns sofort aussortiert, verschenkt oder günstiger rausgegeben – denn nichts ist für einen Blumenladen schlimmer als den Ruf weg zu haben, altes Kraut zu verkaufen. Kundenbeschwerden sind unangenehm – besonders wenn zu der Zeit noch andere Kunden im Laden sind und die Beschwerde mitbekommen.

Von daher ärgern mich Kunden, wie die oben beschriebene, sehr. Die Leute haben überhaupt keine Vorstellung davon, wieviel Arbeit wir mit der Warenpflege haben. Von meinen 8 Stunden Arbeitszeit täglich, bin ich bestimmt 5 davon damit beschäftigt mich um die Blumen zu kümmern. Würden wir das nicht tun, müssten wir keine 5 Angestellte haben. Dan würde ein Florist zum binden und eine angelernte Kraft zum Verkaufen reichen.

is will nur gucke

28. März 2009

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 15:14

Vor ein paar Tagen sind 3 Mädchen vor unserem Laden die Straße rauf und runtergetobt. Ich bin schlecht im schätzen – aber ich denke sie waren so um die 11 Jahre alt.

Ich war schon etwas genervt, denn alle paar Minuten hat unsere Schaufensterscheibe geklirrt – von dem Gekreische mal ganz abgesehen.

Es ging dem Feierabend zu und ich habe angefangen aufzuräumen. Auslegeware abbauen, Paletten und Bänke reinbringen, Vasen ins Kühlhaus schleppen. Das braucht so seine Zeit und ist verdammt anstrengend – besonders wenn ich alleine im Laden bin und mir niemand hilft.

Ich war da so am rein und rauslaufen, als die 3 Mädchen mir im Weg in der Ladentür standen. Getuschel, gegenseitiges in den Laden schubsen.

M1: “Zoe, geh schon rein!”
M2: “Ja, geh ßon. Is will Blumen guckn.
M3: “Mandy, wilfst du waß kaufe?”

Die Mädels trauen sich anscheinend nicht in den Laden zu kommen, und auch wenn ich keine Lust hatte und vorallem gleich Feierabend, sage ich ihnen hallo und bitte sie rein. Ich musste eh noch etwas aufräumen und kaufen wollten sie offensichtlich auch nichts – sollen sie sich doch alles anschauen. Ich räume also weiter auf und beachte die Mädchen nicht weiter – die mich aber genau aus den Augenwinkeln beobachten.

“ßöner Laden hier! ßaut mal, da sind Vögel!”
Und wumms, sind sie hinten bei der Vogelvoliere verschwunden.

Ich höre viel Gekicher und s, ß und sch verschandelndes Geflüster von den Mädchen mit den kevinistischen Namen und überlege ob man mit 11 Jahren eigentlich schon richtig sprechen kann. Ja, kann man eigentlich. Eine Sonderschule ist auch nicht in der Nähe. Hm. Ich räume weiter auf und sehe die Mädcehen einige Minuten später aus dem Laden huschen.

“ßüß, bis morge!”
“Dann hab is Geld und will Blume kaufen!”
“Lüg doch nich Zoe! Du hast gaaaar kein Geld!”

- “Tschüss ihr drei!”

Ich bin fertig mit dem Aufräumen und drehe nochmal meine Runde durch den Laden. Licht ausmachen, nochmal in alle Ecken schauen.

Die klappe der Vogelvoliere ist halb geöffnet. Glücklicherweise sind noch alle Vögel drin. Im Käfig liegen lange, grüne Blätter. Die gehören eigentlich an die Aloe Pflanze die einige Meter weiter steht und 45 Euro kostet. Und außerdem giftig ist.
Die Deko-Wachteleier aus dem Weidenkörbchen sind verstreut und teilweise zertreten. Das (echte) Straußenei ist eingedrückt. Die Postkarten aus dem Ständer haben alle an der oberen Kante einen Knick. Wie wenn man sie unsanft umklappt.

Eigentlich mag ich Kinder ja. Aber die drei waren zum letzten mal bei mir im Laden.

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