Livestimmenhölle

7. April 2009

Abgelegt unter: Blumenkrieg, Täglicher Wahnsinn — sarah @ 19:47

Eigentlich wollte ich nur drum bitten, dass uns unsere Zugangsdaten neu zugeschickt werden. Eigentlich. Nicht aber bei dem ganz großen Telefonanbieter in der Knallfarbe.

Ich wähle die Servicenummer und lande bei so etwas wie einem Anrufbeantworter mit Spracherkennung, nachdem mir der Jingle ins Ohr gedüdelt ist.

“Guten Tag und willkommen bei [...] Servicenummer [...] was ist ihr Anliegen?”
Ich warte drauf, dass der Anrufbeantworter weiterspricht und mir Auswahlmöglichkeiten gibt, die ich dann per Nummer wählen kann. So funktioniert das jedenfalls bei meinem Handy. Ich warte. Es kommt nichts. Stille.
“Bitte sprechen sie nun den Grund ihres Anrufes ins Telefon. Sie werden dann zu einem Mitarbeiter im jeweiligen Kundenbereich weitergeleitet.”
Stille. Ich sehe mich verschämt um – kein Kunde in der Nähe. Gut. “ZUGANGSDATEN!”
“Vielen Dank. Handelt es sich um den Telefonanschluss von dem sie gerade anrufen?”
Nochmal verschämt umsehen. Keiner da. Gut. “JA!”
“Vielen Dank. Sie werden nun an einen freien Kundendienstmitarbeiter durchgestellt.”

Nunja. Nachdem ich 3 verschiedenen Callcentermenschen unsere Kundennummer, Telefonnumer, Adresse und meinen Namen genannt habe, zwei mal versucht wurde mir irgendein IPhonevertrag anzuquatschen, ich vergeblich versucht habe mein Problem zu schildern um dann endlich beim richtigen Servicemitarbeiter zu landen – sagt mir die Dame dass wir als Geschäftskunden unsere Zugangsdaten nur per Fax anfordern können. :skeptisch:

Die Servicenummermenschen hängen übrigens an jedes Gesprächsende einen gut auswendig gelernten Text an.

Vielen Dank für ihren Anruf, ich hoffe sie waren zufrieden mit meinem Service und ich konnte ihnen weiterhelfen. Falls sie zukünftigt Fragen haben sollten, freuen wir uns auf ihren Anruf. Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig. Mein Name ist [...] und ich wünsche ihnen noch einen angenehmen Tag.

Irgendwie witzlos wenn man das vom dritten Mitarbeiter nacheinander hört, die einem alle nicht helfen konnten.

Ehrentag

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 13:19

So einen hatte ich vor ein paar Tagen. Glückwünsche und Geschenke gabs nicht – aber nunja. So wichtig warer eigentlich auch nicht. Oder doch? Hmm.

Die Hälfte meiner offiziellen Blumenladenzeit ist nun vorrüber. Bergfest sozusagen. Ein Meilensteinkiesel. In weniger als 6 Monaten gehts ins Studium – in eine Stadt ziemlich weit weg. Ich freu mich ja drauf – endlich wieder nicht so branchenfremd tätig sein. Geplant hatte ich ja eigentlich nie Blumen zu tüddeln. Hat sich halt so ergeben – und falsch war das nicht, kann ich jetzt sagen. Auch wenn ich immer viel meckere, sind mir die Blümchen doch ans Herz gewachsen. Der Laden, meine Kollegen. Und die Kunden. Langsam kennt man sich ja doch ganz gut.

Ich weiß noch ziemlich genau wie mein erster Tag war. Meine erste Amtshandlung war die Beerdigung eines ziemlich toten Maulwurfs/Frettchen/Felltier. Konnte man nicht so gut erkennen – der lag wohl schon so einige Zeit bei uns auf dem Hof und hat auf die neue Praktikantin gewartet.

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