Zeit

13. Juli 2009

Abgelegt unter: In Eigener Sache — sarah @ 19:07

Ich warte und bete hibbel vor mich hin. Noch wenige Tage und es entscheidet sich etwas wegweisendes. Und dann kann ich mich ganz entspannt zurücklehnen und die nächsten Wochen angehen.

Essentielles

11. Juli 2009

Abgelegt unter: In Eigener Sache — sarah @ 16:13

Eigentlich bin ich ja ganz zufrieden mit meinem Leben. Das war schonmal anders. Aber momentan… eigentlich hab ich überhaupt nichts zu meckern, es geht vorran und läuft.

Aber manchmal, ja manchmal, da sitz ich hier so rum und denke nach. Es gibt so viele Dinge, die ich gerne machen würde. Mein Leben könnte ganz anders aussehen und eine ganz andere Richtung haben.

Ich mag das deutsche Wetter nicht. Mal ehrlich: meistens ist es hier kalt, diesig, dunkel und feucht. Man sehnt sich nach den paar Sonnenstrahlen, die man mit Glück an einigen Tagen im Sommer auffangen kann. Und die den Bedarf an den anderen grauen 300 Tagen im Jahr decken müssen.

Die Tochter eines Freundes meines Vaters (so um 4 Ecken rum irgendwie), hat nach dem Abitur mit frischen 18 Jahren alles hingeworfen und ist mit ihrem Freund nach Australien ausgewandert. Dort leitet er eine Surfschule.

Vor einer Weile habe ich der Strand von Alex Garland gelesen. Sie wissen schon, das wurde mal mit dem Di Caprio verfilmt. Aussteiger, die an einem einsamen Strand leben.

Thailand fasziniert mich. Ich lese verschlinge Reiseberichter, bewundere Weltreisende. Ich spreche einigermaßen englisch, französisch und spanisch. Damit käme ich sogar ein bisschen weiter als nur bis zum Flughafen.

Vor ein paar Jahren wurde ich gefragt, was ich gerne ein mal im Leben tun wollen würde. Ich habe gesagt: einmal im Leben in einem roten Kleid in Argentinien tanzen. Und dabei Rum trinken.

Die Vereinigten Arabischen Emirate finde ich spannend. Eine ganz andere Kultur in der ich als Frau wenig zu melden hätte. Aber ich würde trotzdem gerne wissen, wie man dort so lebt. Ob ich dort leben und zurecht kommen könnte. Einmal die Wüste sehen.

Afrika. Somalia und Kenia sehen. Eine ehemalige Schulkameradin von mir, hat dort eine Weile gelebt und ein englisches Internat besucht. Ich war sprachlos, als sie mir das erzählte.

Paris… Paris ist meine Stadt. Die wunderbarste die ich kenne. Ich könnte mir vorstellen dort zu leben. So ganz und für lange Zeit.

Und nun? Nun bin ich froh dass ich auf meinem Bett vor dem Laptop sitzen kann, mit schnellem Internetzugang. Ich bin froh, dass ich Feierabend habe. Dass ich überhaupt einen Feierabend haben kann, was ja Arbeit vorraussetzt. Ich bin froh, dass die Menschen um mich rum meine Sprache sprechen. Ich bin froh die Domglocken durchs offene Fenster hören zu können. Dass ich gleich einen Nudelsalat machen kann, weil ich alle Zutaten dafür einfach so im Supermarkt kaufen kann. Dass ich duschen kann wann ich will. Dass ich Auto, Straßenbahn oder Rad fahren kann, wie es mir beliebt.

Und am meisten freue ich mich über meine unsere gerade gekaufte Einbauküche, das bald beginnende Studium und das alles so ist, wie es jetzt gerade ist.

Service

10. Juli 2009

Abgelegt unter: Täglicher Wahnsinn — sarah @ 17:32

Tatort: Bürger Service Center Bremen.

Ein bisher unbekanntes Blumenmädchen warf gegen 17 Uhr mit Pflanzenteilen nach einer Mitarbeiterin. Grund dafür sei gewesen, dass das Blumenmädchen falsche Aussagen eines Mitarbeiters bekommen habe und sich dafür extra frei genommen hat. Als sie nach zweimaligen Vertrösten, unzähligen nicht beantworteten Anrufen und mehreren Stunden Wartezeit wieder unverrichteter Dinge nachhause geschickt worden ist, eskalierte die Situation. Sie bewarf die Mitarbeiterin Frau am Schalter mit einer alten Tulpe. Die Angegriffene prellte sich dabei das Ohrläbchen und seie nun Arbeitsunfähig, laut eigener Aussage, da sie sich an ihrem Arbeitsplatz Tresen nicht mehr sicher fühle.*

So oder so ähnlich war das. Ich wollte doch bloß einen blöden Stempel auf ein blödes Zeugnis. Ich bin echt am überlegen ob ich dem Verein nicht mal eine böse E-Mail schreiben sollte.

Um doch noch an den blöden Stempel zu kommen, habe ich mal ganz tief in die Trickkiste gegriffen – ein Anruf im Rathaus des Nachbardorfes mit der Bitte mir zu helfen. Klar, seie kein Problem. Keine Wartezeit, kein Gedränge, keine unfreundlichen Mitarbeiter.

Ich mag Bremen an sich ja sehr gerne. Aber irgendwo bin ich doch froh, bald im Dörfchen am Stadtrand zu wohnen – da ist die Welt doch noch in Ordnung.

*Dieser Absatz enthält einiges an Ironie und muss nicht unbedingt genau den Tatsachen entsprechen.

Theoretisches

8. Juli 2009

Abgelegt unter: Blumenkrieg — sarah @ 18:29

Viel los ist im Laden momentan nicht. Um genau zu sein: es ist überhaupt nichts los. Über 5 Kunden am Tag und einer Kasse mit 50 Euronen drinne, freuen wir uns schon sehr. Traurig aber wahr.

Komisch heute allerdings: ich habe mehr oder weniger aus langeweile Sträuße gebunden. Und immer wenn ich gerade fertig war, kam ein Kunde rein, zeigt auf mich den Strauß und ruft: den da! Einpacken bitte!

Wenn man der Theorie meines Chefs glauben darf, muss ich morgen einfach wieder aus langeweile Sträuße binde. Diesmal aber die Großen im Wert von 20 Euro +. Wenn ich die dann wieder aus der Hand weg verkaufen kann, haben wir wenigstens eine vernünftige Kasse am Abend :???:

Wobei ich eigentlich davon ausgehen kann, dass wir morgen wieder mehr zu tun haben. Am Freitag steht eine große Trauerfeier an, die wir großzügig mit Blumen und Gestecken beliefern dürfen.

Spam

Abgelegt unter: wiederwasgelernt — sarah @ 17:26

Ab und an passiert es, dass ein ernstgemeinter Kommentar im Spamfilter hängen bleibt. Und ab und an entgeht mir das auch.

Falls ein Kommentar also wider erwarten mal nicht sofort erscheint, darf mir ruhig bescheid gesagt werden :)

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