Buh!

31. Oktober 2009

Abgelegt unter: Filme und Musik — sarah @ 22:02

Wisst ihr was?

Nightmare before Christmas – einer der genialsten Filme die ich kenne. Aber Tim Burton ist ja sowieso absolut ungeschlagen.

Das steht hier nicht!

25. Oktober 2009

Abgelegt unter: at work — sarah @ 08:38

Machste zu und gehst abrechnen, ja? Du wirst gleich abgelöst.
sagt meine Kollegin zu mir, als meine Schicht dem Ende naht. Mit machste zu, ist meine Kasse gemeint. Ich schaue einmal nach hinten und sehe eine ziemlich lange Schlange. Nungut. Ich leg nen Zahn zu und scanne was das Zeug hält, damit meine Schlange sich verkürzt und ich die Kasse schließen kann.

1 Kunde, 2, 3, 4, 5, …
Ich scanne einen Großeinkauf nach dem anderen. Nur irgendwie wird meine Schlange nicht kürzer. Ich mache profilaktisch schonmal mein Kassenlicht aus, das besagt hier ist offen, damit sich keine neuen Kunden mehr anstellen.

Nützt nix. Die Kunden stellen sich ganz Herdentier einfach hinten an. Meine Schicht ist zuende, ich sitze immer noch da.

Ich nehme mein Kasse geschlossen Schild und bitte eine Kundin dieses bitte ans Ende des Laufbandes zu stellen.
Und schon geht das befürchtete Gezetere los.

“Das fällt Ihnen aber früh ein! Ich steh hier schon 10 Minuten und jetzt schließen sie!”

Schreien die 4 letzten Kunden abwechselnd und im Chor.

- Sie können da gerne stehen bleiben – ich kassiere ihren Einkauf noch und erst dann schließe ich. Das ist nur, damit sich keine neuen Kunden mehr anstellen!

Gemurmel, gemotze, ich hör gar nicht mehr hin…

Die Kunden im Laden stellen sich weiterhin einfach ans Ende meiner Schlange. Kann ja sein, dass sie mein geschlossen-Schild von da aus nicht sehen können… ich weise sie drauf hin.

- Würden Sie sich bitte bei meiner Kollegin anstellen? Die Kasse 3 hat auch geöffnet – ich schließe jetzt.

“Geschlossen? Wo steht denn das? Woher soll man denn wissen, dass sie geschlossen haben! Das steht hier doch nirgends!”

Ach Kinners…
Ich weiß nicht, ob es noch andere Berufe gibt, in denen man so behandelt wird. Egal was ist – die Kassiererin wird erstmal angeranzt. Nicht im vernünftigem Ton – ich hab ja kein Problem damit, dem Kunden etwas zu erläutern oder ein Missverständnis aufzuklären. Aber hier hat jeder Angst irgendwie zu kurz zu kommen und unrechtens behandelt zu werden und deswegen muss ja zuallererst gebrüllt werden. Damit auch jeder Bescheid weiß, dass ihm eine unglaubliche Missetat geschehen ist von der ach so doofen Kassierin.

Jetzt soll ICH…?!

24. Oktober 2009

Abgelegt unter: at work — sarah @ 08:35

piep
piep
piep

- Oh, das hätte gewogen werden müssen…

“Hab ich, hab ich!!”

- Ja, manchmal fallen die Kleber auch ab.

“Also ich hab das ganz sicher gewogen!”

- Glaub ich ihnen. Nützt aber nix… würden sie nochmal zurück und das abwiegen? Ich kann es sonst nicht einscannen.

“Ich??!! Können sie nicht in der Abteilung anrufen? Also jetzt soll ICH da wieder zurücklaufen und das wiegen, ja? Also das gibts ja gar nicht. ICH soll da zurücklaufen!”
Sie hat Augen und Mund aufgerissen und schaut sich schockiert über mich und beifallheischend in der immer länger werdenden Schlange um.

“Rufen Sie doch die Abteilung an! Wieso soll ICH da jetzt zurücklaufen?!”
Weil du den scheiß Kleber nicht richtig draufgeklebt hast du Nuss. Vorrausgesetzt du hast ÜBERHAUPT irgendwas gewogen und erzählst mir jetzt keine Märchen.

Schon gut. Ich gehe selber.

An sich war mein Tag ja ganz gut. Hat eigentlich alles geklappt. Aber diese eine Kundin hätt ich an die Wand hauen können.

Einmal…

23. Oktober 2009

Abgelegt unter: at work — sarah @ 21:07

… die Geheimzahl eingeben und mit Grün bestätigen bitte. Dankesehr. Ihr Kassenbon und ihr Beleg. Bittesehr. Einen schönen Abend noch… tschüss!

Ich glaub ich werd blöd. :skeptisch:

Storno bitte!

Abgelegt unter: at work — sarah @ 10:45

Ich habs geschafft – mein erster Tag mit einer eigenen Kasse überlebt. Niemand verletzt, keine größeren Ausfälle und -worüber ich ja wirklich froh bin- nur 6 Cents Differenz in der Kasse am Abend. Ich weiß nicht welche Beträge da normal oder im Rahmen sind und ab wann ich Ärger bekommen – die Abrechnungsfrau fand das aber total in Ordnung.

Ansonsten fand ichs relativ stressig, was aber auch daran liegt, dass ichs einfach noch nicht gewohnt bin. Am späten Nachmittag waren die Rentner und gestresste Frauen einkaufen und gegen Abend die Männers mit nur wenigen Teilen. Eis, Wein, Sahne und Weintrauben… hmmm Die waren mir auch lieber – keine bösen Blicke und genervtes Augenrollen, wenn ich nachschauen muss wat die Weintrauben kosten.

Was ich übrigens sehr faszinierend fand, waren die vielen Gesichter. Ich kann mich an sogut wie gar keines mehr erinnern. Die Kundschaft ist eigentlich ziemlich homogen – hat vielleicht mit dem Stadtteil hier zu tun. Da gleicht der eine dem anderen wie ein Ei dem anderen. Die Mäntel sind gleich, die Mützen der alten Damen und die Hemden der Herren. Die Frisuren sowieso.

So kam es, dass eine Kundin ihren Einkaufskorb bei mir an der Kasse gebunkert hat, weil sie etwas vergessen hatte und nochmal in den Markt wollte. Als sie dann wieder an meiner Kasse stand, ihr neues Teil bezahlt hatte und mich erwartungsvoll angesehen hat, habe ich wirklich überlegt was sie von mir will.

Und als sie mich um den Korb bat, habe ich wirklich überlegt ob ich ihn ihr geben darf. Ich hätt nämlich schwören können, dass sie anders ausgesehen hat. :?:

Das gleiche Phänomen tritt bei meinen Kolleginnen auf. Ich erkenne sie zwar an unserer Arbeitskluft, aber ich kenne keine Namen und weiß nicht ob ich sie schon kennengelernt habe oder noch nicht. Ich hoffe das gibt sich demnächst noch. Ist nämlich blöd wenn ich unserer Hauptkasse “Ey du! Storno bitte!” zubrülle.

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