Das mit dem Kleingeld ist so eine Sache. An sich begrüße ich es sehr, wenn die Kunden ihr Geld abzählen und mir geben. 2 Cent lassen sich nämlich viel besser rausgeben, als 18,98.
Deswegen frage ich bei offensichtlichen Beträgen meistens noch einmal nach, ob der Kunde nicht vielleicht noch 2 Cent klein hat. Meistens werden die dann auch gefunden.
Blöd hingegen ist es, wenn es die Kunden mit dem Kleingeld zu gut meinen. 99 cent nehme ich gerne in Form eines fünfzigers, 2 zwanzigern, einem fünfer und 2 zweiern.
Meinetwegen können die zwanziger auch doppelt so viele zehner sein.
Nicht haben möchte ich 1, 2 und 5 Centstücke aufs Band geworfen, um 99 Cent zu zahlen. “schauense mal obse das damit zusammenbekommen!”
Achso? Demütig wie ich sein muss, zähle ich den Klimperkram dann doch durch. Und natürlich fehlt am Ende etwas. Und natürlich, wenn ich die Centstücke schonwieder zusammengewürfelt habe um sie dem Kunden zurückzugeben, findet er in seiner Hosentasche doch noch ein bisschen mehr Klimkergeld. Damit müsste es dann ja stimmen?! Narf, nochmal durchzählen. Genervtes Seufzen der anderen wartenden Kunden ob der blöden und langsamen Kassiererin.
Dann passt das mit dem Kleingeld doch nicht und mir wird ein 50 Euro Schein hingeworfen. Um eine Packung Kaugummis zu bezahlen obwohl ich gesehen habe, dass er sehr wohl passendes Silbergeld in seinem Portemonaie hat.
Ja, so einfach ist das alles gar nicht.
