3 Monate

17. Januar 2010

Abgelegt unter: at work — sarah @ 12:07

Wenn man in einem Unternehmen mit bestimmt 150 Mitarbeitern arbeitet, sieht man die Welt irgendwann mit ganz anderen Augen.

Mein Chefchefchef kennt mich beim Namen und grüßt mich jedesmal persönlich, wenn er mich sieht. Andererseits muss ich nachfragen wenn ich aufs Klo muss und auf jedenfall den Dienstweg einhalten, wenn ich eine Bitte habe oder ein persönliches Anliegen.

Wenn ich meine Kasse abrechne und in der Zentrale anrufe, bin ich nur eine Nummer. Meistens jedenfalls. Eine Kollegin gibt es dort, die meinen Namen der Nummer zuordnen kann und auch mal Danke und Bitte sagt.

Es gibt Kollegen, die schon 20 Jahre dort arbeiten. Und welche, die man eigentlich nie sieht und auch niemals kennenlernt.

Ich habe eine Kollegin, die könnt ich jedesmal an die Wand klatschen. Obwohl ich mir wirklich Mühe gegeben habe, sie zu mögen. Und eine neue Kollegin, die nie hallo oder tschüss sagt. Obwohl man ja eigentlich – gerade wenn man neu ist – bemüht ist die Kollegen kennenzulernen.

Meine Kollegen sind Mütter, Alleinstehend, Witwer. Gelernt, ungelernt. Schüler und Studenten. Schulabbrecher oder kurz vor der Rente.

Zu Weihnachten habe ich ein Geschenkpaket bekommen. Das hat mich sehr gefreut. Die Weihnachtsfeier habe ich mir leider geschenkt – zeitlich war mir das alles zu eng und sowieso. Aber mittlerweile denke ich, dass ich bei sowas ruhig mal mitgehen sollte.

Mein Kollege links ist studierter Chemiker. Die Kollegin rechts gelernte Schneiderin. Verdienen tun sie jetzt das gleiche.

Zu Silvester war ich alleinverantwortlich für die Pyrotechnik. Das hat mir Spaß gemacht.

Eine Kollegin ist nun für die Zigaretten zuständig. Automaten auffüllen und Waren bestellen. Sie ist nichtraucherin.

Vor 2 Monaten hatten wir einige Fälle der Schweinegrippe im Betrieb. Der Hygieneplan, der jeweils an den Klotüren von innen hängt, sowie neben den Waschbecken, wurde zeitnah mit Kugelschreiber durch ein paar Ausrufezeichen und Unterstreichungen ergänzt. Nun heißt es Nach dem Toilettengang sind die Hände zu waschen !!!

Die Kollegen vom Fleisch würden gerne beim Käse arbeiten. Die vom Käse lieber beim Fisch. Alle zusammen haben immer dicke Westen an, weil sie im Kühlhaus hantieren.

Am liebsten sind mir die Kassen in der mitte. Die ganz vorne sind immer brechend voll und mit den nervigsten Kunden belagert, die ganz hinten sind wie augsestorben.

Ich komme immer ein bisschen zu früh zur arbeit, um mich umzuziehen, aufs schwarze Brett zu schauen und noch einen schnellen Kaffee zu trinken. Eigentlich bin ich dann noch nicht im Dienst. Trotzdem kläre ich dann Arbeitszeitfragen im Büro oder helfe Kunden ihre Einkäufe zu finden.

Ich bin nun ziemlich genau 3 Monate im Betrieb. Anfangs fand ichs anstrengend mit den vielen Leuten und dem Lärm. Es hat mr angefangen Spaß zu machen, nachdem ich mich eingearbeitet hatte. Zwischendurch war ich so wütend, dass ich kündigen wollte. Mittlerweile hat sich mein Dienstplan eingependelt und ich gehe ganz gerne hin.

Schaunma mal, was noch so kommt.

Schnipsel

15. Januar 2010

Abgelegt unter: Landleben, Täglicher Wahnsinn, Verkehr, at work, ich?, studium — sarah @ 15:45

Ich habe hatte eine Shampooprobe von Nivea. Die hätte ich gerne ausführlich getestet, wenn, ja wenn, der Inhalt denn für eine komplette Haarwäsche gereicht hätte. Nun ist mein Ansatz gewaschen und der Rest ist… naja.

***

Wir haben geknutet. Nun ist also auch unsere Tanne und das meiste Weihnachtszeugs draußen und abgehangen. Schade eigentlich. Ich hätte den Baum gerne noch länger stehen gehabt. Macht das so gemütlich hier.
Die Glitzerschneeflocken habe ich auch aus den Fenstern genommen. Ich glaube ja, die haben das Wetter beeinflusst. Nachdem ich sie aufgehangen hatte, hats nämlich richtig geschneit. Und erst seitdem sie ab sind, taut es hier allmählich. Das merk ich mir mal fürs nächste Jahr.

***

Ein Baumarkt hier in der Nähe hat momentan so eine Aktion. Bringt man seinen Weihnachtsbaum dorthin, bekommt man einen Einkaufsgutschein.
Hab ich schonmal erwähnt, dass wir hier einen Weihnachtsbaumverkaufsbetrieb haben? :twisted:

***

Die Inventur im Laden ist nun endlich durch. Nächstes Jahr bin ich da krank.

***

Ansonsten bin ich hier ganz fleißig am lernen dran, denn in weniger als 2 Wochen habe ich Prüfungen. Mathe schreibe ich nicht mit. Die versemmelte Vorleistung, Sie wissen schon. Ich weiß immer noch nicht ob ich mich darüber tierisch ärgern soll oder es mit einem Schulterzucken hinnehmen. Aber eigentlich tendiere ich zum Ersteren.

***

Ich male die schönsten Petrinetze der Welt. Sie ahnens nicht!

***

Ich weiß nun, wieso man Pudding vor dem kochen mit ein paar Löffeln Milch glatt rühren soll. War ich mir bis gestern immer zu fein für. Aber nachdem der Pudding nach warmer Milch mit Krümerln geschmeckt hat und die Restkrümel richtig schön im Topf angebrannt sind oh was hat sich der Liebste heut morgen beim Abwaschen gefreut, weiß ich nun wofür das gut ist.

***

Mein Auto fährt bisher ohne Fehler oder Ausfall. Ich hoffe das Kurbelschwurbeldings hat was genutzt.

3 2 1 meins

11. Januar 2010

Abgelegt unter: at work — sarah @ 09:45

Inventur = Scheiß Arbeitszeiten

Lichtschwert

6. Januar 2010

Abgelegt unter: at work — sarah @ 09:17

Und dann war da noch die Kollegin, die Angst hatte vom Scanner an der Kasse Krebs zu bekommen.
:???:

Können Sie…?

30. Dezember 2009

Abgelegt unter: at work — sarah @ 09:43

Wenn morgens das Telefon klingelt und der Name des Arbeitgebers auf dem Display steht… dann gehe ich nächstes mal lieber nicht ran.

Eigentlich hätte ich ja morgen frei gehabt. Ich wollte früh zum Arzt, dann meine Mutter kurz besuchen, nachhause und essen machen und dann, ja dann, wollte ich mal wieder lernen. Wird nämlich höchste Eisenbahn hier.

Nunja. Morgen steh ich nun stattessen auf der Arbeit an der Sonderkasse. Läppische 8 Stunden.

Hach…

Pages: Prev 1 2 ...4 5 6 7 8 9 10 11 Next

Switch to our mobile site