[Now reading]: die Gefangene

8. August 2010

Abgelegt unter: Filme und Musik — Tags: — sarah @ 12:13

Die Gefangene von Malika Oufkir beschreibt autobiografisch die Geschichte der Familie Oufkir in Marokko.

Mohammed Oufkir, Malikas Vater, war marokkanischer Verteidigungs- und später Außenminister unter König Hassan II. Dieser ließ ihn nach einem Putschversuch hinrichten und schickte Oufkirs Familie, seine Frau und 6 Kinder, in ein Gefängnis in der Sahara.

Dort wurden sie 20 Jahre lang gefangen gehalten, bis es der Familie gelang zu fliehen.

Das Buch erzählt nun das Leben der Tochter Malika aus ihrer Sicht. Angefangen von ihrer Kindheit, die sie im Palast als Adoptivtochter Mohammed V. und Spielgefährtin Prinzessin Lalla Minas verbrachte, mit ihrer Jugend im feudalen Hause ihrer Eltern, bis zum Tod ihres Vaters und ihrer Verschleppung in die Wüste.

Ich finde dieses Buch erschütternt. Es zeichnet sich nun nicht durch eine besonders angenehme oder spannende Erzählweise aus, einige Passagen waren langatmig, aber die, im übrigens wahre, Geschichte die dahinter steckt ist schockierend. Malika verbrachte ab ihrem zwanzigsten Lebensjahr weitere zwanzig Jahre in einem menschenunwürdigem Gefängnis in der Wüste. Ihr kleiner Bruder Abdellatif war damals so jung, dass er, als ihnen zwanzig Jahre später die Flucht gelang, nicht wusste wie ein Auto aussieht, noch nie in einer Menschenmasse war. Obst kannte er nur von Erzählungen.

Wer sich also ein wenig für die arabische Welt und die Geschichte interessiert, dem kann ich dieses Buch durchaus empfehlen.

Die Mittagsfrau

1. August 2010

Abgelegt unter: Filme und Musik — Tags: — sarah @ 14:31

Gestern abend habe ich meinen zweiten Semesterferienschmöker “Die Mittagsfrau” von Julia Franck beendet und zur Seite gelegt.

Ich hatte mir das Buch besorgt, da ich zum einen die Thematik (es geht um eine Frau, die zum ersten Weltkrieg geboren wird) interessant finde und zum anderen hat es den deutschen Buchpreis bekommen und war auf dem ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste. Eigentlich war das für mich bisher immer ein Garant dafür, dass das Buch gut ist.

Ich weiß nicht, was da diesmal schief gelaufen ist.

Das Buch beginnt eigentlich ganz spannend – die Krankenschwester Helene lässt ihren kleinen Sohn kurz nach dem zweiten Weltkrieg alleine mit einem Koffer am Bahnhof stehen und kommt nicht mehr zurück.
Zeitsprung. Die Geschichte fährt in Helenes Kindheit fort.

Und da habe ich irgendwo den Faden verloren. Die Erzählung rutscht von einer lesbischen Erfahrung zwischen der 8 jährigen Helene und ihrer 10 Jahre älteren Schwester zur nächsten. So richtig viel Handlung gibt es ansonsten nicht. Helenes Mutter knallt durch, der Vater stirbt an einer Kriegsverletzung. Helene wird Krankenschwester und geht mit ihrer Schwester nach Berlin. Dort leben sie bei einer Tante, es wird rumgelesbelt und Kokain genommen.

Helene lernt einen Mann kennen, dann noch einen, sie heiratet einen Nazi, der zweite Weltkrieg bricht aus.

2/3, also gute 300 Seiten des Buches sind rum, ich frage mich wo der thematische Bogen zum Anfang bleibt – irgendwo wurde doch der kleine Burschi am Bahnhof stehen gelassen. Ich hatte eigentlich mit einer tiefgründigen Erklärung gerechnet.

Helenes Ehe verläuft unglücklich, sie bekommt das Kind, der Vater ist schon seit längerem von der Bühne. Der Krieg ist verloren. Sie packt das Kind und lässt es mit etwas Geld und einem Koffer am Bahnhof stehen. In der Hoffnung jemand schickt es vielleicht zu einem Onkel aufs Land.
Buch vorbei.

Schade. Ich bin wirklich enttäuscht von diesem Buch, das so vielversprechend klang, durch das ich mich viele hundert Seiten lang gekämpft habe, auf der Suche nach Spannung und/oder tieferem Sinn.

Das hier ist übrigens eine Mittagsfrau. Hier bei uns im Norden sind slawische Sagen leider nicht so verbreitet, weswegen ich das erst googlen musste, bis ich es verstanden habe.

Lullaby for Cain

9. Juni 2010

Abgelegt unter: Filme und Musik — sarah @ 22:56

Lullaby for Cain gecovert von irgendwem.

Eigentlich ja von Sinead O Connor und aus dem Film der talentierte Mr Ripley, aber die Version war nicht aufzutreiben.

Right in two

6. Juni 2010

Abgelegt unter: Filme und Musik — sarah @ 22:30

Tool – Right in two

And stay all night with me

2. Juni 2010

Abgelegt unter: Filme und Musik — sarah @ 22:08

Nick Cave and PJ Harvey – Henry Lee

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