Ich habe mir ein Buch bestellt. So eins zum Lernen und so. Das sollte mir per Her Götterbote zugesand werden.
Ich wohne hier ja noch nicht so lange und die Paketfrau hat meine Adresse wohl einfach mal mit einem Nö! Die gibts da nicht! quittiert.
Und weil die Götterboten nicht zur Post gehören bei einem anderen Logistikunternehmen arbeiten, haben sie mein Päckchen nicht einfach ins Gebüsch geworfen und sind weggelaufen, neinnein. Erst wurde ich angerufen und als ich nicht ranging meine Schwiegermutter inspe (nun frage ich mich, wo die deren Nummer her haben. Aber nungut.)
Jedenfalls ist das nun geklärt und heute sollte mir ein Exemplar von Hartmut Ernsts Grundkurs Informatik. Grundlagen und Konzepte für die erfolgreiche IT-Praxis hier eintreffen.
Das veranlasst nun auch dazu, mich mal nach Türschildern umzusehen. Außer am Briefkasten, taucht hier nirgends mein Name auf. Hmm.
Ich glaub ich hab es schonmal irgendwie erwähnt: ich habe entfernt was mit Tannenbäumen zu tun.
Bzw: hatte bisher. Ab diesem Jahr habe ich sogar aus nächster Nähe etwas mit Tannenbäumen zu tun. Die stehen nämlich vor meinem neuen Zuhause und werden zur Weihnachtszeit an Tannenbaumfreundliche Menschen verkauft.
Die Weihnachtszeit beginnt für die meisten vermutlich erst ab dem Advent. Oder gar ab der ersten oder zweiten Dezemberwoche.
Bei uns ist die schon jetzt. Seit einiger Zeit stehen draußen Theken mit Tannengrün, die noch einigermaßen leicht zu bewirtschaften sind – die Leute kommen auf den Hof, werfen ein bisschen Geld in den zugehörigen Behälter und nehmen sich ein Bund Tanne mit.
Langsam aber stetig beginnt nun aber die echte Weihnachtszeit – Firmen und Gaststätten bemühen sich um einen Weihnachtsbaum. Ständig laufen hier irgendwelche kauffreundigen Menschen rum und meinen Schwiegervater sehe ich nur noch mit Sägen oder Astscheren bewaffnet.
Hachja. Bald geht die stressige Zeit los. Und ich bemühe mich ab jetzt nur noch vollständig bekleidet und gekämmt in meiner Küche zu sitzen – denn ab und an verirrt sich hier ein kauffreudiger Mensch hinein, der draußen niemanden gefunden hat und erschreckt mich beim Kaffee trinken.

Langsam ist der schöne Teil vom Herbst vorbei. Der, wo es zwar kühler wird, aber eigentlich immer noch warm ist. Wo die Sonne scheint und mal ein zwei bunte Blättchen vom Baum fallen…
Mittlerweile sieht die Realität so aus: ich trage Schal und Handschuhe und muss morgens Eis kratzen. Dunkel ist es schon um 17 Uhr und das Jahr ist in 2 Monaten schonwieder vorbei. In nichtmal 3 Wochen bin ich ein Jahr älter und in 7 Wochen ist Weihnachten.


Das ist übrigens ein Igel.
Das Laub sieht zwar ganz schön aus, aber mich nervt es ziemlich. Der Liebste hat vor ein paar Tagen den ganzen Vormittag draußen verbracht und gelbe Laubberge fabriziert. Und ich habe letzt morgens einen Spagat gemacht, als ich schon mit einem Bein im Auto war und mit dem anderen dabei auf dem nassen Laub weggerutscht bin. Tat ziemlich weh.