Werde ich in letzter Zeit ständig gefragt, wenn ich an der Kasse sitze.
Nein, ich arbeite schon ein Jahr hier.
Bestätigt allerdings meine Theorie, dass die meisten Menschen immer zu selben Uhrzeit und am selben Tag einkaufen.
Habe ich früher meistens am späteren Abend und am Wochenende gearbeitet, sind meine Dienste nun quer Beet über den ganzen Tag verteilt. Mal morgens, mal abends, mal mittags oder nachmittags.
Schon interessant, wie sich der Kundenstamm im Laufe des Tages verändert. Morgens die Rentner, vormittags die Mütter mit kleinen Kindern, mittags die Mittagspausenmacher, Nachmittags die Mütter mit Schulkindern, gegen Abend die Männer, die Angestellten und die jüngeren Kunden.
Es kann also durchaus sein, dass mich auch Stammkunden noch nie gesehen haben. Oder ich sie.
In 2 Wochen gehts dann wieder los. Der Ernst.
Ich habe gerade die Module gewählt, die ich im Wintersemester belegen möchte. Und weils so lustig ist: wieder 2 mal Mathe.
Wenn aber alles so klappt wie ich mir das denke, war es das letzte mal, dass ich mich damit rumärgern muss. Zumindest bis zum Master.
Ansonsten scheint das Semester ganz gut zu werden. Wobei ich das lieber nicht allzu laut sage, denn spätestens im November bin ich wieder am Verzweifeln. Erfahrungsgemäß geht da die heiße Phase in Sachen Prüfungsvorleistungen los.
Im Dezember läuft hier dann wieder der Weihnachtsbaumverkauf an und ich muss ein paar Wochen aussetzen. Und dann gehts auch schon fast los mit den Prüfungen, im Januar.
Dazu kommt jetzt noch eine kleine Änderung auf der Arbeit: meine Stunden bleiben in der Anzahl zwar so wie immer, werden aber grundlegend anders verteilt. Zumindest in der Theorie.
Da bin ich jetzt mal ganz gespannt wie sich das so bewährt. Theoretisch kann ich damit nämlich viel besser planen, als ich es bisher konnte. Das schlägt sich dann natürlich auch auf meine Lernsituation nieder.
Das klingt jetzt alles ganz schön überschaubar und praktisch, darauf könnte man ja aufbauen und stressfrei durchs Semester rutschen. Aber Sie wissen ja.
Irgendwas ist ja immer.
“Wie, abwiegen? Da steht aber 1,29 dran!”
Sprach der Kunde, der die 8kg Wassermelone kaufen wollte.
Die Arbeit war heute übrigens wieder absolut lustig.
Zwei neue Kollegen, beide noch keine Kassenerfahrung, ein kaputtes EC-Terminal, verschwundene Stornobons, die Zigarettenbestellung wurde nicht getätigt und aufm Klo das Wasser abgestellt, ohne der Mannschaft vorher bescheid zu sagen.
Ich bin müde.
“Und das sag ich Ihnen: wenn das nicht schmeckt, dann bring ich die wieder zurück! So schnell könnense gar nicht gucken!”
Sprach der Kunde der die Biozitronen kaufte.